• 12. Jul. 2017

Der nächste Black Swan kommt bestimmt

Der nächste Black Swan kommt bestimmt

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Schwarzer Schwan

Die Suche nach neuen Geschäftsfeldern und Innovationen dient nicht nur dem Wachstum, sondern meiner Ansicht nach auch immer mehr der Krisenprävention. Die „Black Swan Theory“ ist seit der Veröffentlichung des libanesisch-amerikanischen Autors und ehemaligen Aktienhändlers Nassim Nicholas Taleb in 2007 in aller Munde. Ein „Black Swan“ ist ein Ereignis, dass nicht vorhersehbar ist und alle Beteiligten unerwartet trifft. Im Nachhinein lassen sich Black Swans zwar erklären, aber vor ihrem Auftreten waren die Indizien nicht erkennbar.

Ein aktuelles Beispiel eines Black Swans ist die sogenannte Dieselaffäre des Volkswagenkonzerns. Diese trifft das Unternehmen, Lieferanten, Kunden und Anleger gleichermaßen und hat für das Unternehmen nicht unerhebliche, finanzielle Auswirkungen. Gerade Unternehmen, die ein Black Swan bis zur Existenz erschüttern können, bereiten sich täglich auf solche Ereignisse vor. In einem Dialog mit einem Manager der Airlinebranche teilte dieser mir mit, dass ein Absturz eines Flugzeuges für alle Mitarbeiter des Unternehmens nicht vorstellbar ist. Alle Mitarbeiter, vom Einwinker bis zum CEO, sind felsenfest davon überzeugt, dass man die besten Piloten, die besten Flugzeuge und die beste Wartung der Fluggeräte hat. Aber nur, weil man es sich nicht vorstellen kann, heißt es nicht, dass ein Absturz nicht passieren kann. Deshalb bereitet man sich täglich darauf vor.

Stellen Sie sich die Frage, was bewirkt es für meinen Alltag als Vertriebs-Manager, wenn ich negative Zukunftsszenarien mit meinem Team konsequent durchspiele? Wenn ich einmal das Undenkbare andenke? Was passiert, wenn unser bester Kunde, aus welchen Gründen auch immer, ab morgen nicht mehr mit uns arbeitet? Wie würden Sie diesen gravierenden Umsatzverlust auffangen? Welche alternativen Kundengruppen würden wir angehen? Und was ist, wenn sich aus einem „gedachten Schreckensszenarium“ sogar ein positiver Ansatz für das Alltagsgeschäft ergibt? Was würde es für Sie bedeuten, wenn Sie hierdurch Strukturen so verändern, dass Ihr Vertrieb auch im Alltag noch besser funktionieren kann? Was ist, wenn Sie in einem solchen Szenario vielleicht sogar ein neues Geschäftsfeld entdecken?

Unternehmen können somit aus einer Krisenprävention dieses neue Geschäftsfeld sogar schon vor dem Erscheinen eines Black Swans angehen und somit zeitgleich für zusätzliches Wachstum sorgen. Aus Compliance-Sicht sollte es die Pflicht des Managers sein, sich regelmäßig mit diesen Fragestellungen zu beschäftigen. Oder wie ist Ihre Einstellung hierzu?

12.07.2017, Robert Mehlan
Geschäftsführender Gesellschafter, Revenue Maker GmbH

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