• 20. Mai. 2022

Zwischen Hamburg und Turin. Rockstars überall?

Zwischen Hamburg und Turin. Rockstars überall?

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Rückblick auf eine Woche voller digitaler und einem unverstandenen Rockstar. Und was haben Rockstars mit der deutschen Wirtschaft zu tun?

Während sich in Hamburg die Szene der echten, der vermeintlichen und der vielleicht-doch-nicht-Rockstars des Online-Marketings traf, blieb in Turin mal wieder ein missverstandener deutscher Beitrag zum internationalen Wettsingen zurück. Mit einem seichten, wohlgefälligen aber eben auch mutlosen Song wollte man den Thron der europäischen Musikindustrie ersteigen – oder zumindest besser abschneiden, als zuletzt. Ob es sich dabei von vornherein um eine Mission Impossible handelte, lässt sich schwer sagen – aber schon im Vorfeld ließen die Quoten der Buchmacher zum ESC Böses erahnen. Dass die Mission grandios gescheitert ist, ist aber angesichts des (wiedermal) letzten Platzes nicht zu verleugnen. Mit „Rockstar“ schickte man einen Song ins Rennen des European Song Contest, der gut in das Radioprogramm deutscher Radiosender passt – aber allem Anschein nach nicht mehr ausreicht, um sich auf der Bühne mal mutiger und auch mal schräger internationaler Musikexperimente zu behaupten. Und so belegt ein tapferer und weder verantwortlicher noch schlechter Repräsentant der deutschen Musikszene den letzten Platz – noch hinter norwegischen Bananenwölfen und einer serbischen Anleitung zum Händewaschen. Letztere hat dabei sicher von der thematischen Nähe zu den Hygieneregeln des Corona-Zeitalters profitiert.

Und nun ist die Zeit des Wundenleckens, des Analysierens und des Bessermachens – oder des Weiter so. Doch möchte man sich auch noch so sehr über die eine oder andere Darbietung amüsieren, so haben sie doch Fachjury und Publikum in 40 europäischen Ländern mehr überzeugt, als der deutsche Popbeitrag, der so gerne aus dem Protagonisten einen Rockstar gemacht hätte. Betrachtet man das Regelwerk des ESC, so muss augenscheinlich sein, dass der ins Rennen geworfene Beitrag nicht danach ausgesucht werden kann, was dem deutschen Publikum gefällt und gut im Radio spielbar ist, sondern es müssten Beiträge gefunden werden, die sich auf der internationalen Showbühne behaupten können.

Was haben „Rockstars“ mit der deutschen Wirtschaft zu tun?

Bleiben ein paar Fragen: Ist „Rockstar“ ein Ausdruck der German Angst? Der Angst davor, sich mutig und progressiv zu verhalten und nicht auf Nummer sicher zu gehen? Zeigt der missverstandene „Rockstar“ einfach sehr unmittelbar, was passiert, wenn man immer auf Nummer sicher geht und sich auf das Übliche verlässt? Und ist eigentlich in den Online Marketing Rockstars wirklich mehr Rockstar drin? Oder letztlich auch das typisch deutsche mehr vom Gleichen? Wieviel Zukunft steckt in den Rockstars der Online Marketing Szene – und wieviel Zufriedenheit mit dem Erreichten? Und was bedeutet das grundsätzlich für den stolzen deutschen Mittelstand? Wieviel Rockstar-Potenzial und wieviel German-Angst steckt in Traditionshäusern, Familienunternehmen, Hidden Champions und Weltmarktführern? Wie werden neue Ideen und Innovationen nicht nur im Labor und in den Abteilungen für Forschung und Entwicklung vorangetrieben und in den Diskussionen um New Work, Energiewende, Customer Experience und Digitalisierung geführt, sondern auch in neuen Wegen der Zusammenarbeit mit dem Kunden und Mitarbeitern und einem neuen (Selbst)Verständnis, insbesondere von HR und Vertrieb gelebt? Ist in den Organisationen des Mittelstandes Platz und Raum für „Rockstars im Vertrieb“ und für einen Rockstarauftritt im Marketing? Und ist HR darauf ausgerichtet, die Rockstars der Branche zu finden oder den nächsten Rockstar zu entwickeln? Oder reduziert sich die Rockstar-Mentalität auf die ach so verrückte Online-Welt, während German-Angst und mehr vom gleichen den Rest beherrscht?

Eins ist gewiss – und nicht erst seit den 6 Punkten aus Turin! Der deutsche Mittelstand braucht Rockstars und Menschen mit Rockstar-Potenzial – nicht nur im Online-Marketing. Damit die deutsche ESC Tradition des letzten Platzes nicht bald Sinnbild für die Dinos der deutschen Wirtschaft wird und sie den Weg in die Zweitklassigkeit oder gar den des Aussterbens der urzeitlichen Vorbilder gehen.

Mit dem Game Changer Ansatz für Vertrieb und Marketing unterstützen wir Unternehmen dabei, ihr Rockstar-Potenzial zu identifizieren und zu realisieren.

P.S. Haben Sie Lust auf Rockstars? Dann hören Sie doch mal in unsere Revenue Maker Motivation Playlist auf Spotify!

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